Winter in Wien

Die österreichische Stadt Wien ist eine pulsierende Metropole, in der der Flair von vergangenen Zeiten noch lange nicht verloren gegangen ist. Bei jedem Schritt scheinen einem die Überreste der goldenen Kaiserzeiten anzuhaften.

In der winterlichen Jahreszeit wird Wien in ein besonderes Licht getaucht. Zahlreiche Veranstaltungen, der Charme der Kaffeehäuser sowie die romantischen Weihnachtsmärkte machen Wien zu einem beliebten Ziel für etliche Touristen aus der ganzen Welt.

Obwohl in den meisten Reiseführern als ideale Reisezeit die Frühjahrs- und Herbstmonate angegeben werden, kann es sein, dass eine Reise nach Wien im Winter alles vorhergesehene in den Schatten stellt. Deshalb hier ein Überblick über die Sehenswürdigkeiten in Wien und all die Dinge, Plätze und Orte, die Wien in der kalten Jahreszeit so besonders machen.

Wunderbar, winterlich, Wien

Wenn es draußen zu kalt wird, um auf den Pflastersteinen die Gehwege entlang zu flanieren und seine Zeitung mit einem Café im Freien zu genießen, dann öffnen in den Wiener Paläste und Schlösser ihre Türen und geben den Startschuss für die Ballsaison. Immer zu Jahresbeginn startet die neue Saison und lockt hochkarätige Gäste aus allen Branchen und Bereichen an, diesen einmaligen gesellschaftlichen Events beizuwohnen. Wer eine Einladung für einen von den 400 Bällen erhält, der kann zu Recht etwas von sich halten, denn der Wiener Ball 2010 wurde von UNESCO zum immateriellen Kulturerbe gezählt. Doch auch ohne Einladung lohnt es sich dieses besondere Flair und diese einzigartige Stimmung zumindest von weitem zu erschnuppern.

Der bekannteste Ball ist der Wiener Opernball. Weitere berühmte Bälle sind der Wiener Blumenball, der im Rathaus stattfindet sowie der Jägerball in der geschichtsträchtigen Hofburg.

Ist einem die Lust am Tanzen vergangen und möchte man zur Abwechslung mal ein bisschen frische Luft schnappen, so dient eine Runde auf dem Eis als Ausgleich. Im Winter verwandelt sich der Rathausplatz in eine 6000 Quadratmeter große Eisfläche, die von der beeindruckenden Kulisse des beleuchteten Rathauses eingerahmt wird. Zu weihnachtlicher oder winterlicher Musik kann man mit Schlittschuhen über das glatte Eis gleiten und sich an der Stadt erfreuen.

Allerdings ist es nicht nur möglich, auf dem Rathausplatz Schlittschuh zu laufen. Viele Dachgärten verwandeln sich ebenfalls in Eisbahnen, sodass man während des sportlichen Vergnügens eine wahnsinnige Aussicht über die oftmals verschneite Stadt genießen kann. Dieses Erlebnis ist eines der ganz besonderen Art, weil die Stadt nach Einbruch der Dunkelheit in ein wahres Lichtermeer getaucht wird.

Zur Abwechslung kann man nach einigen Runden Schlittschuhlaufen in der Kälte in eines der warmen und gemütlichen Kaffeehäuser einkehren für die Wien so berühmt und berüchtigt ist. Das besondere Ambiente der Wiener Kaffeehäuser entsteht nicht zuletzt durch die vielen Dichter, Schreiber und Studenten, die ihre Arbeit in den Kaffeehäusern verrichten. Die leckeren Törtchen, Teilchen, Kuchenstücke und Gebäcke aller Art sind neben dem außergewöhnlich guten Kaffee schon Grund genug, bei einem Besuch in Wien unbedingt ein Kaffeehaus aufzusuchen.

Das berühmteste Kaffeehaus ist wohl die Hofzuckerbäckerei Demel. Jedoch muss man bei diesem Besuch lange Wartezeiten in der nun eisigen Kälte einkalkulieren, da der Ansturm auch in den kalten Monaten des Jahres keinesfalls nachlässt. Sollte man ein Mal keinen Platz bekommen, macht sich ein kurzer Blick in das Innere der Bäckerei durchaus bezahlt, da die kreierten Leckereien der Konditorei in jedem Fall einem flüchtigen Besuch würdig sind. Außerdem werden sich die Lieben in der Heimat sicherlich über himmlische Konditorwerke aus dem berühmtesten Kaffeehaus Wiens freuen.

 
Wenn man das Lichtermeer der Stadt nicht nur von den Dächern beim Schlittschuhfahren aus beobachten möchte, so lohnen sich ausgiebige Spaziergänge durch die Innenstadt von Wien. Diese erstrahlt in einem wunderbaren Lichtermeer aus Sternchen, Weihnachtsdekoration, Kronleuchtern und vielen anderen Lichtern, die die kleinen Gassen und Einkaufssträßchen in ein ganz anderes Licht tauchen. So wird der weihnachtliche Einkauf in der Stadt zu einer wahren Freude.

Sightseeing im Winter-Wien - Vorteile und Vergünstigungen

Wenn man schon einmal die Reise in die österreichische Metropole angetreten hat, so sollte man neben den vielen Attraktionen in der Stadt nicht vergessen sich die klassischen Sehenswürdigkeiten der Stadt anzusehen. Denn im Winter locken diese mit vielen Vorteilen und Vergünstigungen im Vergleich zu den Monaten der touristischen Hochsaison. So profitieren Touristen, die im Winter nach Wien reisen, beispielsweise von kurzen Warteschlangen und besonderen Winterpässen, mit denen man zum Beispiel Schloss Schönbrunn, Sisis Gemächer, den Tierpark, das Wüsten- und Palmenhaus sowie die Wagenburg zu vergünstigten Konditionen besichtigen kann. Doch nun ein Überblick über die lohnenswertesten Sehenswürdigkeiten in Wien.

Hat man Schloss Schönbrunn schon einen Besuch abgestattet, so ist das Repertoire an Schlössern in der Stadt noch lange nicht erschöpft. Das Schloss Belvedere ist ein barockes Anwesen, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Gegliedert in zwei Teile, die Obere und Untere Belvedere, beherbergt das Schloss heutzutage verschiedene Sammlungen und bietet Raum für wechselnde Gastausstellungen.

Äußerst geschichtsbehaftet ist ebenfalls die Hofburg. Vom 13. Jahrhundert bis zum Ende des 1. Weltkrieges war die Hofburg mit kleinen Unterbrechungen die Residenz und das Zuhause der Habsburger. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde die Hofburg zum Amtssitz des Bundespräsidenten umfunktioniert, den sie heutzutage immer noch beherbergt. Neben den politischen Geschäften gibt es in der Hofburg auch geistige Nahrung zu finden, denn sie beherbergt große Teile der Österreichischen Nationalbibliothek und einige Museen. Da der Gebäudekomplex über die Jahrhunderte gewachsen ist, gehören ebenfalls noch zwei Kirchen zu der Hofburg: die Augustinerkirche und die Hofburgkapelle.

Die Innenstadt von Wien ist durchzogen von Palästen, kleinen Schlössern und Anwesen, prachtvollen oder eher unauffälligeren Theatern. Die wohl berühmteste Straße in der Innenstadt ist die Kärntnerstraße, auf der sich viele herausragende Bauten häufen, die in architektonischer Hinsicht alle miteinander konkurrieren. Beispielsweise sind auf dieser Straße die Wiener Staatsoper, das Hotel Sacher, der Palais Esterházy sowie der Palais Todesco und die Malteserkriche zu finden.

Ebenfalls sehenswert ist der Wiener Prater, der eigentlich eine weitläufige Parklandschaft mit verschiedenen Anlagen ist. Um einiges bekannter als die Parklandschaft ist jedoch der sich darin befindende Vergnügungspark - der "Wurstelprater". Mit einem Riesenrad und dem Biergarten Schweizerhaus kann man für eine Weile seine Seele baumeln lassen.

Das unerschöpfliche Repertoire an Wiener Sehenswürdigkeiten ist mit dieser Liste noch lange nicht beendet. Am besten ist es, wenn man bei einem Besuch der Stadt die vielen anderen Highlights für sich selbst entdeckt.

Andreas Wagner
Chauffeurservice Andreas Wagner
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